Weitere 3765 Euro für Lars Engel vom Freitaler DRK-Ball
In dieser Woche wird gerechnet, ob das nötige Geld für den Umbau des Hauses der Familie des Querschnittgelähmten zusammengekommen ist. Die Zeichen stehen gut.
 
Von Thomas Riemer
 
Heike Engel steht noch immer völlig in der Erinnerung an ein verlängertes Wochenende, von dem sie und ihr Mann Frank und schon gar nicht Sohn Lars zu träumen wagten. Denn nach dem Benefizspiel des TSV Stahl Riesa gegen Dynamo Dresden vor mehr als 1700 Besuchern in der Nudelarena am Donnerstag ging der „Spendenmarathon“ für den querschnittgelähmten Lars Engel am Sonnabend weiter. Diesmal war Freital der Ort des Geschehens – und von dort kommen nunmehr nochmals 3765 Euro auf das Konto.
 
 „Aller zwei Jahre feiern wir unseren Rot-Kreuz-Ball, um damit unseren ehrenamtlichen Mitgliedern und Sympathisanten zu danken“, sagt der Freitaler Vorsitzende des Deutschen Roten Kreuzes, Andreas Ritter. Der Erlös des Abends und vor allem die Einnahmen aus einer Tombola dienen dabei jedes Mal einem ganz besonderen sozialen Projekt. Da DRK-Chef Ritter auch gleichzeitig Präsident bei Dynamo Dresden ist, lag es natürlich nahe, das Geld in diesem Jahr dem Hilfsprojekt für den 24-jährigen Lars Engel zur Verfügung zu stellen. Schließlich hatte sich Dynamo ja bereits ohne große Komplikationen für das Benefizspiel zwei Tage vorher bereit erklärt.
 
Der DRK-Ball selbst war, so Ritter, ein voller Erfolg. Neben den eingeladenen Helfern sei auch Prominenz aus der Politik dabei gewesen, so unter anderem die Vizepräsidentin des Sächsischen Landtages Andrea Dombois. Gekommen war auch Lars Engel selbst mit seinen Eltern. „Es war ein toller Abend für uns, vor allem für Lars“, so Heike Engel. Dafür sorgten unter anderem Sänger Gerd Christian und MDR-Reporter Gerd Zimmermann, der den Abend wie schon das Benefizspiel in Riesa moderierte. Einzige kleine „Panne“: Der Rollstuhllift, der Lars Engel in den Veranstaltungssaal befördern sollte, war für die Last nicht ausgelegt. Doch das Freitaler DRK fand natürlich dafür eine schnelle Lösung.
 
Noch gestern, so Andreas Ritter, wollten die Freitaler den Ball-Erlös auf das Spendenkonto einzahlen. In dieser Woche wird nun mit Spannung der „Kassensturz“ erwartet. 35000 Euro wären notwendig, um den Umbau des Hauses der Familie Engel entsprechend den Erfordernissen, die Lars’ Behinderung mit sich bringt, zu schaffen. Für die Baumaßnahmen selbst ist überdies bereits weitere Hilfe zugesagt worden, beispielsweise für die Planungen des Architekten.
 
(erschienen in der Sächsischen Zeitung Riesa am 15. November 2011)
 

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