Vivian Riemer - erfolgreich auf acht Rollen

Steckbrief:

geboren: Oktober 1997 in Großenhain
derzeit 9. Klasse in der Mittelschule

Die Skaterin

seit 2004 aktiv beim Großenhainer Rollsportverein
Mai 2009: Vivi startet endlich durch und läuft sich in Sachsens Spitze
2010: bislang erfolgreichstes Jahr auf Inlinern - Vize in Sachsen, Teilnahme an den Norddeutschen Meisterschaften in Jüterbog sowie an den Deutschen Meisterschaften in Geisingen, Vierte und nur knapp am Podestplatz vorbei beim Sachsen-Thüringen-Cup (Sathü)
Mitglied im Landeskader Sachsen für 2010 und - gerade "befördert" auch für 2011 
Februar 2011: Das neue Jahr beginnt wie immer - mit Training ohne Ende. Vivi war zum zweiten Mal im Trainingslager für die Kadersportler in Sebnitz. Statt Übungseinheiten auf Skiern wurde viel gejoggt und an der Lauftechnik gefeilt. Und natürlich hatten alle viel Spaß während des fünftägigen Aufenthaltes. Fazit: Der Saisonauftakt am 2. April 2011 in Chemnitz kann kommen!
6. März 2011: Vivi erhält kurzfristig eine Einladung zum Sichtungslehrgang für Kadersportler. Der Trainingstag in Gera erweist sich als anstrengend, aber vor allem als gute Schule für die Saison, die Vivi bei den "Cadetten" bestreiten wird.
2. April 2011: Was für ein Saisonauftakt auf der Bahn! Ich Chemnitz wird Vivi nach zwei famosen Rennen über 500 und 1500 Meter Gesamt-Fünfte. Das ist insofern bemerkenswert, da sie in dieser Saison bei den Cadetten startet und es dabei unter anderem mit Mädels zu tun hat, die ein Jahr älter sind. Zum ersten Mal übrigens ist keine Läuferin aus der Skaterhochburg in Gera vor Vivi ins Ziel gekommen! Pech hatte sie allerdings in der Staffel. Eine Konkurrentin aus Gera behinderte Vivi, so dass sie stürzte und mit schmerzhaften Schürfwunden ausscheiden musste. Trotzdem: ein riesiger Saisonstart!
1. Mai 2011: Vivis erster Halbmarathon! Beim Großenhainer Skater-Event ist sie als eine der jüngsten Starterinnen überhaupt auf die 21 Kilometer lange Strecke rund um Großenhain gegangen. Mit einigermaßen Bauchschmerzen, wie sie danach sagte. "Durchkommen" lautete ihre Deise trotzdem. Und Vivi lief ein bravouröses Rennen. Unter rund 150 Startern (Männer und Frauen) wurd sie 90. In ihrer Aktersklasse belegte sie den 12. Platz. Vivi lief taktisch ein richtig gutes Rennen, suchte sich "Helfer" und konnte am Ende sogar  noch einmal zulegen. Das zahlte sich aus. Mit 49:36 Minuten blieb sie bei ihrem Debüt unter 50 Minuten. Toll! Das nächste Highlight kann also kommen - die Landesmeisterschaft am 7. Mai auf Vivis Lieblingsbahn in der Eisschnelllaufhalle in Erfurt.
7. Mai 2011: GOLD in Erfurt! Ein zunächst schwarzer Tag bei der Landesmeisterschaft in Erfurt ging für Vivi mit einem schönen Erfolg in der Staffel zu Ende. Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als gut. Vivi lief am Morgen einen für sie recht guten 100-Meter-Sprint und schaffte mit einer Zeit unter 13 Sekunden persönliche Bestleistung. Aber dann die 1000-Meter-Strecke: Irgendwann stürmte das Feld aus der langen Kurve - nur Vivi fehlte. Wieder Sturzpech mit ein paar schmerzhaften Schrammen und einer leichten Prellung an der Hüfte. Auf dem langen Kanten über 5000 Meter merkte man ihr dies deutlich an. Nach reichlich vier Kilometern musste sie wegen Überrundung aufgeben - ziemlich entkräftet und auch ein bisschen demotiviert und mutlos. Doch im Staffelrennen biss Vivi auf die Zähne. Gemeinsam mit Kira und Vanessa ging sie an ihre Grenzen, lief dabei nicht einfach nur mit, sondern ein tolles Rennen. Am Ende reichte es für Gold - und Vivis Gesicht strahlte wieder.
Mai/Juni 2011: Die Rennen in Meißen und Gera verliefen nicht nach Vivis Geschmack. In der Domstadt zeigte sie zwar, dass sie das Tempo der Konkurrentinnen mitgehen kann. Doch nach vorn fehlte ein bisschen der "Knall". Zudem machte sich eine unangenehme Entzündung im Atemwegsbereich bereits bemerkbar, die Vivi nach dem Weinberg-Cup zu einer zweiwöchigen Trainingspause zwang. Das wirkte sich dann auf die Ergebnisse der internationalen Rollsporttage in Gera aus. 40 Starterinnen, ein lediglich auf wenige Spitzenläuferinnen - vor allem aus Gera - zugeschnittener Ablauf und die Folgen der Erkrankung ließen Vivi und ihren Großenhainer Mitstreiterinnen keine Chance auf vordere Ränge. So war es beinahe noch weniger als ein "Wettkampf unter Trainingsbedingungen", weil die Mädels von vornherein ohne Möglichkeit waren, ihr tatsächliches Leistungsvermögen zu zeigen. Schade drum!
18./19. Juni 2011: Schon vor den Nordeutschen Meisterschaften stand fest, dass Vivi nicht an den Deutschen Titelkämpfen Anfang Juli in Bayreuth teilnimmt. Letztlich hat es dafür nicht gereicht - zahlreiche Umstände haben dazu geführt. Das ist allerdings nicht weiter schlimm, denn auch hier soll ja der Spaß im Vordergrund stehen. Und den wird Vivi bei den Landesjugendspielen in Chemnitz, die am gleichen Wochenenede wie der Wettkampf in Bayreuth stattfinden, ganz sicher haben. Dort wird es überschaubare Starterfelder und Chancen auf Platzierungen ganz vorn geben. Vivi ist doppelt motiviert: Vor zwei Jahren holte sie bei den Spielen in Leipzig die Goldmedaille in der Gesamtwertung - hat also einen Titel zu verteidigen. Auf geht's!
2. Juli 2011: Vivi holt Bronze in Chemnitz! Über 3000 und 5000 Meter kann sie endlich einmal die volle Distanz gehen und macht das sehr ordentlich. In beiden Rennen erreicht sie mit der Spitzengruppe das Ziel und muss sich erst im Spurt knapp geschlagen geben. Super! Auch im 500-Meter-Sprint schlägt sie sich wacker, so dass es im letzten Wettkampf vor der Sommerpause endlich mal wieder Edelmetall gibt. Und jetzt wird Kraft für die zweite Saisonhälfte getankt!
20. August 2011: In aller Herrgottsfrühe ist Vivi um 6 Uhr zum Wartburg-Cup nach Eisenach gestartet. Mehr als 20 Großenhainer Skater vertreten dort die Farben der Röderstadt zum ersten Wettkampf nach der Sommerpause. Auf Vivi warten am Wochenende Strecken über 500, 1500 und 3000 Meter. Erster Start wird für sie kurz vor dem Mittagessen sein. Doch es läuft nicht wie gewünscht. Der Trainingsrückstand in der Sommerpause macht sich vor allem auf den langen Strecken bemerkbar. Hinzu kommen anfangs Probleme mit dem Helm. Wenigstens in der staffel zeigt vivi, was sie eigentlich kann, und verpasst mit ihren Mannschaftskolleginnen das Podest nut knapp.
27./28. August 2011: Die Großenhainer Rollsporttage auf der neuen heimischen Bahn werden zum Wettkampf zwischen "himmelhochjauchzend" und "zu Tode betrübt" für Vivi. Dauerregen am ersten Tag ließ nichts Gutes vermuten - und das war zunächst richtig. Über 1500 Meter agiert Vivi ängstlich und ein wenig verunsichert, landet im letzten Viertel des Feldes. Dann ein absolutes "Hammmer-Rennen" trotz Kühle und Nässe über 2000 Meter. Endlich ruft Vivi ihr Leistungsvermögen ab, setzt sich auch auf der Strecke gut in Szene und landet im eigentlich "übermächtig starken" Feld unter den ersten Zehn. Sogar ein Rang Vier war möglich! Suuuuuuper! Tags darauf währte die Hoffnung auf Ähnliches beim 5-Kilometer-Sttaßenlauf nur kurz. Vivi hatte sich durch die Witterung einen Virus "eingefangen" und hielt drei Runden bravourös mit der Spitze mit. Dann kam der Einbruch... Eine Stunde später lag sie daheim im Bett - mit mehr als 39 Grad Fieber.
SAISONAUS: Der Großenhainer Wettkampf war leider Vivis letzter in dieser Saison. Ihre Krankheit erwies sich als sehr hartnäckig. Drei Wochen hütete sie das Bett, so dass die Rennen in Arnstadt sowie der Halbmarathon von Gera am 3. Oktober kein Thema mehr waren. Schade. Aber jetzt geht der Blick schon wieder nach vorn. Im November gibt es den nächsten Athletiktest in Leipzig.
Dezember 2011/Januar 2012: Die Vorbereitungen auf die neue Saison geraten wieder einmal ins Stocken. Kurz vor Weihnachten zieht sich Vivi einien Muskelfaserriss in der rechten Wade zu. Der Arzt verordnet vier (!) Wochen Trainings- und Wettkampfpause. Es ist zum Piepeen!
19. April 2012: Wenn das Glück fehlt, kommt meist auch noch Pech hinzu... Ein Knorpelschaden im linken Knie zwingt zu einer erneuten Pause. Wir müssen vorerst alle Wettkämpfe bis zur Sommerpause absagen.
24.- 26. August 2012: Ende der Durststrecke! Genau ein Jahr (12 Monate!!!!) nach ihrem letzten Wettkampf geht Vivi wieder an den Start. Bei den Großenhainer Rollsporttagen läuft sie trotz erheblichen Trainingsdefizits alle Strecken durch, hält sogar im Straßenlauf lange das Tempo der Spitze mit. Am Ende stehen keine Medaillen - aber der riesengroße Wille, wieder angreifen zu wollen. Toll gemacht, Vivii!

 

 

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