Eine verschworene Truppe

Anderthalb Monate nach dem letzten gemeinsamen Auftritt gab‘s das erste Revival-Treffen des Teams2000plus01. Mit Medaillen, einer unwiederbringlichen Erinnerung und manch neuer Erkenntnis.

Von Thomas R.

Coach Micha gab am Abend des 2. September unumwunden zu, dass Wehmut aufgekommen ist. „Dass wirklich alle gekommen sind…“ Nur anderthalb Monate nach dem Abschied-Nehmen in der Jugendherberge in Burg gab’s schon das erste wiedersehen. „Revival-Treffen“ hatte es Micha im Vorfeld tituliert. Der Begriff steht im weitesten Sinne für Erinnerung. Doch es war mehr als das.

Es war nämlich wie früher – zu den besten Traktoristen-Zeiten. Schauplatz: Die Priestewitzer „Adi-Noppes-Kampfbahn“. Die Grillmeister waren dieselben. Eltern begrüßten sich wie immer. Und was machten die Kicker? Sie hockten sich wie die Alten auf die Geräte des benachbarten Spielplatzes, schlemmten Wurst, Steak und Fladenbrot. Juli, Maxi, David, Leon, Karli, Justin B., Franz, Ron, Edgar, „little“ Justin, Paul. Offenbar hatten sie sich viel zu erzählen – über Urlaub und Ferien, aber wahrscheinlich auch über die Jagd nach dem runden Leder. Wer weiß das schon…die Jungs können ja soooo schweigsam und geheimnisvoll sein.

Sie hatten die T-Shirts und Dreiviertelhosen wieder gegen die roten Traktor-Sachen eingetauscht. Mit Stolz und auch wegen des Anlasses. Denn der Kreisverband Fußball holte die Siegerehrung für den Staffelsieg in der „Pflichtkreisklasse“ – welch herrliche Wortschöpfung von Annekathrin! – nach. Es gab wieder einmal oder noch einmal Gold für eine außergewöhnliche Truppe. Und ein Geschenk der ganz besonderen Art. Denn Annekathrin hat in mühevoller Kleinarbeit das Traktoristen-Abenteuer in Broschürenform gebracht  - ein Augen- und Leseschmaus, der Reich-Ranicki erblassen ließe.  Danke für dieses einmalige Kunstwerk!

Das kommt nicht wieder, sagen die einen. Das sind die, die das auch im Juli schon behauptet hatten. Bedingt gesehen, haben sie ja recht. In diesen Tagen gehen die Jungs fußballerisch komplett getrennte Wege. Aber selbst da wird man sich wohl treffen.

Was bleibt, ist für alle ein bisschen Wehmut. Aber zum Glück gibt es Telefon und Internet. Die Jungs haben jedenfalls nicht nur Autogramme, sondern auch eifrig Handynummern ausgetauscht. Gut so, denn schließlich müssen wir ja wissen, wo wir Euch finden, wenn es zur nächsten Revival-Party kommt. Und keine Angst: Sie wird kommen!

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