Alles neu auf dem Weihnachtsmarkt
Riesa: Erstmals ziehen Eisbahn und Verkaufsstände auf den oberen Rathausmarkt. Das hat auch Nachteile.
 
Von Thomas Riemer
 
Marko Drasdo ist die Spannung anzumerken. Heute am frühen Abend wird der diesjährige Riesaer Weihnachtsmarkt eröffnet. Und der Cheforganisator von der Förder- und Verwaltungsgesellschaft (FVG) steckt voller Erwartung, wie die Besucher das Event auf dem Rathausplatz annehmen. Denn der Markt wartet mit einigen Neuerungen auf, weicht schon auf den ersten Blick ganz deutlich von den Vorgängern ab. Denn: Verkaufsstände und Attraktionen befinden sich diesmal im oberen Bereich – quasi rund um den Zunftbaum des Handwerks.

Die Eisbahn ist nur noch fünf Meter breit
Insgesamt wirkt der neue Platz zwar geräumiger. Für die Eisbahn allerdings trifft das nicht zu. „Sie ist 25 mal fünf Meter groß“, sagt Marko Drasdo. Damit fällt sie flächenmäßig weit kleiner als früher aus. Das ganz normale „Rundendrehen“ auf Schlittschuhen könnte dadurch diesmal bei größerem Andrang durchaus zur Drängelei ausarten. „Für Curling ist sie aber ideal“, sagt Marko Drasdo. Die geringere Fläche sei wiederum „der Situation geschuldet“. Die „alte Eisbahn“ forderte früher wegen des Gefälles auf dem Rathausplatz einen extremen und sehr kostenintensiven Unterbau. Das sei diesmal anders, allerdings ist „halt nicht mehr Platz vorhanden“, so Drasdo. Das Eis wird seit mehreren Tagen mühevoll präpariert. Und ein erster „Handtest“ gestern verlief zufriedenstellend.
Die große Bühne ist einer kleineren gewichen
Das Programm des Weihnachtsmarktes verspricht einiges an Überraschungen. Vieles wird sich dabei auf der Bühne abspielen, die sich nahe des „Cafe Starke“ befindet. Auch sie fällt wesentlich kleiner als in der Vergangenheit aus. „Die große Bühne hätte nicht mehr in das Gesamtbild gepasst“, ist sich Marko Drasdo sicher. Ob die Fläche davor einem größeren Besucherandrang gewachsen ist, müsse sich zeigen.
Das „Cafe Starke“ wird sonntags zur Märchenstube
Natürlich hoffen alle auf Winterwetter. Und wenn schon kein Schnee, dann wenigstens auch keinen Regen. Falls es aber doch „schüttet“, gibt es zumindest an den verbleibenden drei Adventssonntagen stundenweise ein trockenes Plätzchen. Und zwar im „Cafe Starke“. „Das ist unsere Märchenstube“, verrät Marko Drasdo. Jeweils von 14 bis 17 Uhr können Kinder wie Erwachsene den besonderen Geschichten lauschen. Nacheinander werden dabei auch der Riesaer Riese Gunter Spies, Oberbürgermeisterin Gerti Töpfer und Christoph Dittrich von der Neuen Elbland Philharmonie Märchen vorlesen.
Eröffnung mit Posaunenchor und Stepptänzern
Zumindest das schafft wirklich nur Riesa: Zur Eröffnung heute Abend wird es weltmeisterlich. Denn angesichts der laufenden Wettbewerbe in Riesa konnten wie schon im Vorjahr einige aktive für einen Zusatzauftritt auf der Weihnachtsmarkt-Bühne gewonnen werden. „Wahrscheinlich wird es ein Stepptanz-Trio sein. Von welcher Nation, ist noch nicht klar“, so Marko Drasdo. Schon traditionell gehört zur Eröffnung der Schnitt des Riesenstollens durch die Oberbürgermeisterin. „Er ist diesmal neun Meter lang und kommt aus der Bäckerei Brade“, so Drasdo. Neu ist hingegen der Auftrittsort des Posaunenchors. Erstmals werden die Musiker von den oberen Fenstern der Grundschule die Adventszeit einleiten.
Händler kommen überwiegend aus der Region
Die 15 Händler des Marktes sind seit einigen Tagen mit dem Einräumen und der Ausgestaltung ihrer Stände beschäftigt. Bratwurst und Glühwein, Lebkuchen und Backwerk, diverser Weihnachtsschmuck werden angeboten. Die Anbieter kommen überwiegend aus der näheren Umgebung, sind meist Stammgäste auf dem Riesaer Weihnachtsmarkt.
Täglich mindestens ein kulturelles Highlight
Früher oft vermisst, soll es ein reiches Angebot an Bühnenprogrammen und anderen Veranstaltungen geben. Sportvereine, Chöre, Kindertagesstätten und Schulen gestalten die Nachmittage. Vormerken sollten sich die Besucher den Nikolaustag. Ab 15.30 Uhr gibt es da einen Curling-Wettbewerb.
 
(erschienen in der Sächsischen Zeitung Riesa am 2. Dezember 2011)

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