Motorenknattern am Heideberg

Motoren knatterten trotz Regens am Heideberg-Dreieck

Fast alle der angekündigten 160 Teilnehmer kamen zum Rennen am Sonntag. Der MC Glaubitz und seine Helfer trotzten den Wetterunbilden durch unermüdlichen Einsatz.

 

Von Thomas Riemer

 

Von Sonne bis Dauerregen – das sechste Rennen am Heideberg-Dreieck zwischen Mautitz, Groptitz und Weida ist am Sonntag weitgehend planmäßig über die Bühne gegangen. „Fast alle der gemeldeten 160 Fahrzeuge sind auch gestartet“, so Mario König, Cheforganisator des Veranstalters MC Glaubitz. „Wir sind eben eine große Familie.“ Unter den legendären Karossen war eine „Rovin“, Baujahr 1924.

Für Teilnehmer wie auch das Streckenpersonal boten sich vor allem am Nachmittag alles andere als gute Bedingungen entlang der 4,5 Kilometer langen Strecke. Doch auf die Wettkämpfe der historischen Fahrzeuge wollte kaum jemand verzichten. Trotz Dauerregens zählten die Organisatoren immer noch mehr als 700 Zuschauer. Schwerstarbeit, so Mario König, hatten vor allem die rund 30 Streckenposten zu verrichten. „Sie mussten acht Stunden ausharren und haben trotzdem die Nerven nicht verloren“, so Mario König. Die meisten Helfer hatte er wie auch schon in den vergangenen Jahren selbst angeheuert – und zwar beim Riesaer Museumsverein. Dort, so König, spiele er nebenbei Theater, und seine Mitstreiter hole er dann immer als Posten zu den Rennen. Zur Helferschaft gehören außerdem zahlreiche langjährige Mitglieder des MC Glaubitz, die sich auch in diesem Jahr nicht lange bitten ließen. Allen sei zu verdanken, dass es letztlich nur einen einzigen Sturz der Fahrer nach einem Fahrfehler kam, der ohne größere Blessuren blieb. Dass beim Rennen in der Klasse 2 um den Pokal des Stauchitzer Bürgermeisters mit Kai Aurich auf seiner Kreidler Florett RS (Baujahr 1972) ein Riesaer auf den zweiten Platz fuhr, freute die Besucher natürlich besonders.

Der Zeitplan geriet nur nach dem Ende der Läufe ein wenig aus dem Ruder. „Durch den Schlamm nach dem Starkregen mussten wir Wohnmobile und Anhänger mit einem Traktor von der Wiese ziehen“, so Mario König. Wegen der eintretenden Dunkelheit mussten allerdings einige Teilnehmer noch bis Montag vor Ort ausharren.

Nächstes Jahr soll es eine Neuauflage geben – dann vielleicht über zwei Tage. „Wir hoffen, dass wir dann schon samstags Trainingsläufe sowie ein Demonstrationsrennen für Neugierige starten können“, so Mario König.

 

(erschienen in der Sächsischen Zeitung, Ausgabe Riesa, am 20. September 2011)

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