Panoramablick: Riesa 360 Grad

Riesa im 360-Grad-Panorama

Heute wird ein neuer Link im Internet freigeschaltet. Der neue virtuelle Stadtrundgang weist den Weg zu Sehenswürdigkeiten und soll zum Besuch animieren.

Von Thomas Riemer

„Fotografien sagen vieles aus – einen räumlichen Eindruck vermitteln sie nicht“, sagt Oberbürgermeisterin Gerti Töpfer (CDU). Und genau deshalb lädt das Riesaer Rathaus ab heute zu einem virtuellen Stadtrundgang im Internet ein. „360 Grad Riesa“ ist der neue Link überschrieben. Eine Panorama-Tour zu markanten Plätzen der Stadt wird angeboten. Und das Rathaus hofft, „dass der virtuelle Rundgang viele Internetbenutzer animiert, diese Wege später einmal live zu absolvieren und unsere schöne Stadt zu entdecken“, wie es die Oberbürgermeisterin in ihrer Begrüßung formuliert.
Los geht’s natürlich auf dem Rathausplatz mit dem Sitz der Stadtverwaltung. Per Mausklick kann dann entweder der Weg zu den Elbwiesen, zum Riesenhügel, zur Klosterkirche oder auch zu den Teigwaren Riesa am Stadtrand gewählt werden. Beeindruckend ist der Rundumblick auf den Elbwiesen, der von der Anlegestelle der Personenfähre über die Silhouette der Stadt, das Muskatorwerk bis hin zum anderen Elbufer in Promnitz reicht. Ebenso faszinierend die Sicht vom Vorplatz der Erdgasarena, auf dem zwar zunächst die Skulpturen der Sumoringer dominieren, bald aber den Blick für das Umfeld preisgeben. Nicht vergessen wurde eine Aufnahme der Riesaer Stadtinformation, die aber weit mehr als nur das zeigt und damit den Eindruck einer besucherfeundlichen Einkaufsstadt lebensnah rüberbringt. Vorerst zehn markante Punkte der Stadt sind beim virtuellen Rundgang erfasst. Eine Lageplan sowie Informationen zu den einzelnen meist touristischen Anziehungspunkten ergänzen das 360-Grad-Foto. Mittels verschiedener Steuerfunktionen können die Fotos vergrößert oder verkleinert werden, gibt es wahlweise Hintergrundmusik. Eine ganz besondere Funktion: Die Fotos samt Informationen können auch per E-Card an Freunde und Bekannte verschickt werden.
Die Idee kam im vergangenen Jahr mit dem Panoramakalender für Riesa, erklärt Stadtmarketing-Experte Tino Roßberg. Als die Fotos vorlagen, war klar, dass sie auch ins Internet gehören. Dann sei die Stadt sehr bald bei der Suche nach einem geeigneten Präsentationsprogramm fündig geworden. Mit der technischen Lösung ist nach Ansicht Roßbergs „eine sehr schicke Sache“ entstanden.
Die Zahl der markanten Punkte auf „Riesa 360 Grad“ soll im Laufe der Zeit Schritt für Schritt erweitert werden. Nächster ausgewählter Ort werde voraussichtlich die Berufsakademie sein, so Tino Roßberg. Damit solle dann auch auf den Bildungsstandort Riesa aufmerksam gemacht werden. Bislang sei dies an einer ganz simplen Sache gescheitert: am Wetter. Sobald „Fotowetter“ sei, würden die Bilder von der BA entstehen und dann auf der Homepage eingestellt. Eine Art Fahrplan für die nächsten Aufnahmen gebe es nicht. Grundsätzlich aber „ist alles denkbar“. So gebe es bereits Überlegungen, Riesaer Stadtteile einzubeziehen, um den Weg zu deren Attraktionen den Touristen via Mausklick schmackhaft zu machen.
Dass das Internet mehr als ein werbewirksames Podium ist, davon können die Betreiber der Stadt-Seite ein Lied singen. Rund 700 Besucher mit etwa 2000 Seitenaufrufen registrieren sie im Tagesdurchschnitt – Tendenz steigend. Dass „360 Grad Riesa“ die Einschaltquoten erhöhen wird, liegt angesichts der Professionalität des Links nahe.
Heute soll der neue Auftritt nun offiziell ins Netz gehen, nachdem alle Probeläufe positiv verliefen. „Punkt 8.30 Uhr drücken wir den Knopf“ sagt Tino Roßberg. Die Zeit sei willkürlich ausgewählt worden. Doch es ist freilich anzunehmen, dass im Rathaus mit dem Knopfdruck der hoffentlich reibungslose technische Ablauf sowie die Besucherzahlen auf www.riesa.de./pano sehr genau beobachtet werden.
(erschienen in der Sächsischen Zeitung, Lokalausgabe Riesa, am 21. Juli 2011)

 

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