GRV-Skater holen sechs Mal Gold bei Deutschen Meisterschaften

In Bayreuth war wieder einmal auf die Senioren Verlass. Insgesamt gab es dreizehn Medaillen für die Röderstädter. Bei den Landesjugendspielen in Chemnitz belegten die Großenhainer Rollsportler zur gleichen Zeit sieben Mal den ersten Platz.

Von Thomas Riemer
Ein überaus erfolgreiches erstes Juli-Wochenende feierten die Großenhainer Rollsportler bei den Deutschen Meisterschaften in Bayreuth sowie bei den Landesjugendspielen in Chemnitz.
In Bayreuth gab es für die GRV-Skater insgesamt 13 Mal Edelmetall, davon sechs Mal Gold. Vor allem auf die Senioren Ute Enger, Jörg Rannacher (beide AK 40) sowie Eyk Terpe (AK 50) war bei den dreitägigen Wettkämpfen erneut Verlass.  Ute Enger sicherte sich zwei Titel über die längeren Distanzen und musste sich nur in ihrer „schwächeren“ Disziplin, dem Sprint, knapp geschlagen geben. Auch Jörg Rannacher wurde Doppelmeister und siegte im Sprint und über 3000 Meter. Eyk Terpe wiederum sicherte sich einen kompletten Medaillensatz und wurde Deutscher Meister im 300-Meter-Sprint.
Mit vier Medaillen aus fünf Wettbewerben avancierte A-Junior Max Fröhlich zum erfolgreichsten Großenhainer in Bayreuth. Ein vierter Platz und dreimal Silber wurden noch von Gold über 1000 Meter übertroffen. Hier sicherte sich Max im Schlussspurt den Sieg und hatte dabei auch ein bisschen das Glück auf seiner Seite. Denn die ersten Vier auf dieser Strecke trennten im Ziel weniger als zwei Zehntelsekunden.
Die jüngeren GRV-Athleten hatten es in sehr leistungsstarken und auch großen Teilnehmerfeldern wie erwartet sehr schwer. B-Juniorin Kira Rannacher ackerte sich bei teilweise schwierigen Bedingungen über sämtliche fünf Strecken. Vier Mal wurde sie dabei Siebte, einmal konnte sie sich bis auf den fünften Rang nach vorn schieben. Bei den Kadetten schaffte es Norman Häußler gleich dreimal in die Top-ten. Der ganz große Wurf und damit eine Medaille gelang ihm jedoch diesmal nicht. Dazu war die Konkurrenz insbesondere aus den Altbundesländern zu stark. Trotzdem präsentierte sich Norman genau zum Saisonhöhepunkt wieder in stark aufsteigender Verfassung.
Die Kadettinnen wiederum konnten unter 32 Starterinnen nicht ins Geschehen an der Spitze eingreifen. Kim Terpe gelang als 16. im Sprint die beste Platzierung. Bei den Schülerinnen A musste Elisabeth Baier vor allem die Überlegenheit der Geraer Konkurrenz anerkennen und auch der Tatsache Rechnung tragen, dass sie als Zwölfjährige gegen die meist ein Jahr älteren Favoritinnen ankämpfen muss. Trotzdem kam sie im größten Starterfeld (33) dreimal unter die besten Zehn und schaffte mit dem fünften Rang in der Sprintausscheidung über 300 Meter ihre beste Platzierung. Die ist umso höher einzuordnen, da sie am Start gleich von zwei Geraer Sportlerinnen abgedrängt wurde. Auch Rang acht im Einzelsprint ist zu würdigen, zumal hier die Abstände hinter den Medaillenrängen äußerst knapp waren.
Dominanz in Chemnitz
Angesichts der durch die Deutschen Meisterschaften fehlenden ganz großen Gegner konnten sich die GRV-Skater bei den Landesjugendspielen in Chemnitz fast durchgehend auf vordere Plätze laufen und zum Teil auch Selbstvertrauen tanken. Die Großenhainer Dominanz machen sieben Gold-, fünf Silber- und vier Bronzemedaillen deutlich. So gelangen bei den Schülern B 10 Jungen und Schülern C9  Mädchen Dreifacherfolge. Bei den zehnjährigen Jungs holte sich Franz Pottrich dabei drei Streckensiege, Dorian Leupold und Johannes Rosenthal belegten die nächsten Plätze. Bei den neunjährigen Mädels siegte Tina Böttcher vor Melanie Forker und Lorine Leupold. Einen Doppelsieg gab es bei den A-Mädchen der AK 12. Dabei lieferten sich Milena Wählisch und Isabel Leukert ein Kopf- an Kopf-Rennen, bei dem diesmal Milena in der Gesamtwertung die Nase vorn hatte. Klare Siege feierten Nico Leube (A13 Jungen), Gideon Hande (B9 Jungen) und Janine Kopsch (B10 Mädchen). Hier wurde Viviane Chantal-Altmann Dritte. Maren Häußler (AK 13) schaffte es trotz eines technischen Defektes immerhin noch zu Silber. Gesamtdritte wurde schließlich noch Vivian Riemer bei den Kadetten und holte sich bei den stets knappen Entscheidungen zumindest die Genugtuung, endlich einmal alle Strecken bis zum Ende laufen und das Tempo der Favoritinnen mitgehen zu können.
Die Staffelentscheidungen wurden mit gemischten Teams – also jeweils ein Mädchen und ein Junge – ausgetragen. Bei den Schülern A/B gingen somit immerhin 16 Staffeln an den Start, davon fünf Großenhainer. Dorian Leupold und Milena Wählisch schafften es dort auf einen tollen zweiten Platz. Bei den Schülern C/D gewannen Melanie Forker und Gideon Hande Gold unter 12 Teams. Hier waren drei Großenhainer Skater-Duos an den Start gegangen.
 
Alle Ergebnisse im Internet unter: www.bayreuther-turnerschaft.de und www.ecc-chemnitz.de

(auszugsweise erschienen in der Sächsischen Zeitung, Lokalausgaben Riesa und Großenhain, am 8. Juli 2011)

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