Wieder Hallen-Kick in der Arena

Hallen-Kick in der Arena
Riesa sieht erneut die Spiele des Freiberger Super Regio Cups. Dank prominenter Teams aus der Zweiten und Dritten Bundesliga wird ein ausverkauftes Haus erwartet.
 
Wieder einmal sieht Riesa höherklassigen Fußball – wenngleich „nur“ unterm Hallendach. Doch das  Teilnehmerfeld des Freiberger Super Regio Cups in der Erdgasarena am vierten Advent garantiert wieder Budenzauber vom Feinsten. Angesichts jüngster Vorfälle in deutschen Fußballstadien ist allerdings auch mit erhöhten Sicherheitsansprüchen an die Organisatoren zu rechnen. Denn: Dynamo Dresden kommt. Der Zweitligist ist nach seinem Turniererfolg im vergangenen Jahr natürlich auch 2011 der absolute Favorit. Und wird nach Lage der Dinge auch wie gewohnt eine riesengroße Fangemeinde mit elbabwärts bringen. Doch damit dürfte in der Arena für Ordnungskräfte und PolizeiSicherheitsstufe I gelten. Das auch, weil sich weitere namhafte Fußballclubs aus Ostdeutschland angesagt haben. Antreten wollen als weiterer Zweitligist der FC Erzgebirge Aue, die Drittligisten FC Rot-Weiß Erfurt und Chemnitzer FC sowie der Regionalligavertreter Hallescher FC. Komplettiert wird das Feld zum zweiten Mal in der Cup-Geschichte durch den TSV Stahl Riesa.
 
Gestern wurden in Riesa die Turniermodalitäten vorgestellt. Gespielt wird in zwei Dreiergruppen. Die Gastgeber vom TSV Stahl treffen dabei in der Vorrunde auf die Erfurter – und wie im letzten Jahr Dynamo Dresden. Für die Stahler ist es die zweite Teilnahme, nachdem im Vorjahr der Freiberger Cup„zum Schnuppern“ bei den Großen diente, wie es TSV-Manager Hubert Lein salopp formuliert. Diesmal wollen die Kicker zeigen, aus welchem Holz sie geschnitzt sind. „Wir kämpfen um die  Teilnahme am Halbfinale“, so Hubert Lein.
 
Übers leidige Thema Sicherheit wird momentan jedoch zumindest öffentlich erst einmal nicht geredet. Erfahrungen mit Hallenfußball vor ausverkaufter Arena hat Riesa in den vergangenen 13 Jahren zuhauf sammeln können. Deshalb finden zwar hinter den Kulissen Gespräche – unter  anderem auch mit Verantwortlichen von Dynamo Dresden und natürlich der Polizei – statt. Doch werde es wohl beim bislang bewährten Sicherheitskonzept bleiben. Klar ist schon mal: Für die Dresdner Fans werden gleich vier Zuschauerblöcke „reserviert“. Die anderen Fangemeinschaften sind in jeweils einem Block „verplant“. Drei Zuschauer-Areale in der Arena gehören den „neutralen“ Besuchern.
 
Vergangenes Jahr kamen mehr als 5 000 Zuschauer zum Super Regio Cup. In etwa so viele werden auch am 18. Dezember die Ränge füllen, glaubt Riesas Stadtsprecher Uwe Päsler. Zumal die Veranstalter das Turnier auch als eine Art „Familienfest“ angekündigt haben. Nicht nur deshalb gibt es wie schon vor Jahresfrist das recht beliebte Familienticket, das für 40 Euro zu haben ist und für zwei Erwachsene mit maximal zwei Kindern bis 14 Jahre gültig ist.
 
(erschienen in der Sächsischen Zeitung Riesa am 2. November 2011)

Nach oben