Neuhirschsteiner Rasen in Top-Zustand

Sportverein und Gemeinde weisen Kritik zurück, wonach der Sportplatz nicht gepflegt wird. Im Gegenteil: Mehr als 8000 Euro fließen in diesem Jahr in die Wartung der Sportanlage. Am Wochenende wird dort gefeiert.

Von Thomas Riemer

Es soll ein schönes Fest werden an diesem Wochenende. Der SV Hirschstein hat seine Mitglieder, Fans sowie alle Einwohner und Gäste zum zünftigen Sportfest eingeladen. Von Freitag bis Sonntag steht natürlich die Jagd ums runde Leder im Vordergrund, denn das Gros der Vereinsmitglieder gehört – fast selbstverständlich – zur Fußballabteilung.

Um so größer war das Unverständnis über die Kommentare einiger so genannter Fußballexperten im Internet zum angeblichen Zustand des Sportplatzes in Neuhirschstein. Nach einem Freundschaftsspiel zwischen dem heimischen SV sowie Königsblau Gohlis wurde er sogar als „Acker“ bezeichnet. „Das Schlimmste an diesem Spiel war der Platz. Das Geld, das man in den neuen Rasen investiert hat, hätte man sich sparen können und weiter in Heyda spielen, da selbst der Platz besser ist als der aktuelle in Hirschstein. Selbst das Abkreiden hat man sich dort gespart, wahrscheinlich für neuen Rasensamen“, heißt es in dem Forum mit teilweise ironischem Hintergrund.

Sowohl Hirschsteins Bauamtsleiterin Eveline Henschel als auch Roland Jähnigen vom SV-Vorstand verstehen die Welt nicht mehr. „Der Platz wird regelmäßig gepflegt, gemäht und gewässert“, beteuert Eveline Henschel auf Anfrage der SZ. Erst vor zwei Jahren wurde die Anlage erneuert, erhielt einen neuen Rasen und eine Beregnungsanlage, die zum Glück auch während der heißen und trockenen Tage einwandfrei funktioniert habe, so die Bauamtsleiterin. Auch Roland Jähnigen ist sauer ob der Internet-Bemerkungen und spricht von einem Top-Zustand von Rasen und Umfeld. Sicher sei für das Spiel gegen Gohlis der Platz nicht extra abgekreidet worden, weil die Begegnung sehr kurzfristig angesetzt worden sei – wie das in der Vorbereitungsphase auf die neue Saison nun einmal üblich ist. Aber für Spieler wie auch Schiedsrichter war dank der Markierungen, die stationär am Rand sichtbar sind und die wichtigsten Punkte wie Seiten- und Toraus, Strafraum und Mittellinie kennzeichnen, jederzeit eine Orientierung gewährleistet.

Allein 3500 Euro lassen sich Gemeinde und Sportverein jährlich die Bewirtschaftung des Rasens kosten. Insgesamt stellt die Verwaltung sogar mehr als 8000 Euro in diesem Jahr für die Anlage in Neuhirschstein zur Verfügung. „Ein Acker war es vor dem Umbau, jetzt ist es ein butterweicher Rasen“, wiederholt Bauamtsleiterin Eveline Henschel.

Das Fest verderben lassen sich die Organisatoren deshalb noch lange nicht. Für das Wochenende haben sie sich kleine und große Fußballgäste eingeladen, wollen auch den „Nichtfans“ Abwechslung und Unterhaltung bieten. Und wer sich vom Zustand der Sportanlage überzeugen möchte, „sollte einfach in Neuhirschstein vorbeikommen“, so Eveline Henschel.

(erschienen in der Sächsischen Zeitung, Lokalausgabe Riesa, am 29. Juli 2011)

 

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