Karnevals-Motto bleibt geheim

„Wir Karnevalisten stehen Spalier für ein Brautpaar“

 

Am 11.11. wird die neue Saison eröffnet. Die SZ sprach mit dem Präsidenten des Strehlaer Karnevalsvereins, Herbert Naumann.

Herr Naumann, woran  merken Sie, dass bald Fasching ist?
Am 10. November läuft der TÜV für unseren Elferratswagen ab, von dem aus wir am 11.11. die Karnevalssaison eröffnen wollen. Also müssen wir vorher den Wagen den Behörden vorstellen. So viel kann ich schon sagen: Am TÜV wird der Karneval in Strehla doch nicht scheitern.
Mit welchem Motto geht der Strehlaer Carnevals Club in seine 36. Saison?
Dieses Geheimnis werden auch Sie mir nicht entlocken! Das Motto wird am 11.11. vorgestellt, ebenso unser aktuelles Faschingslied. Das ist bei uns schon immer so. Hellau !
Also alles wie immer?
Wo denken Sie hin? Schließlich haben wir das denkwürdige Jahr 2011. Und welch Zufall: Am 11.11. heiraten in Strehla gleich drei Paare. Darunter ist ein Paar, das unserem Verein schon viele Jahre nahe steht. Für die Frischgetrauten werden die Strehlaer Narren natürlich 11 Uhr 11 Spalier stehen, wenn sie aus dem Rathaus kommen. Sogar das MDR-Fernsehen kommt zu diesem „Akt“.
Da hat sich also die Frage nach dem Prinzenpaar schon von allein beantwortet, oder?
Falsch! Das Brautpaar ist bei uns in anderen Funktionen beim Karneval verplant. Richtig ist: Es gibt ein Prinzenpaar. Wer sich dahinter verbirgt, verrate ich nicht. Die Bewerbungen sind eh noch in vollem Gange, noch ist nichts entschieden.
Dann ist ja alles klar für die Machtübernahme im Rathaus...
Na ja, fast. Denn wir wissen noch nicht genau, welche finanzielle Hinterlassenschaft des Bürgermeisters uns erwartet. Aber wir werden den Rathausschlüssel und die Stadtkasse, auch wenn nur 11,11 Euro drin sein sollten, natürlich übernehmen...
...und danach sicherlich ordentlich feiern?
Klar doch, und das zwei Tage hintereinander. Am Abend des 11.11. laden wir in unser Stammlokal, die „Linde“ in Strehla, ein. Einen Tag später ist dann wieder „Zelt-Zeit“ auf dem Marktplatz, unter dem Motto: „Perücken-Party“. Der wird für das närrische Volk aus Strehla und Umgebung dann „überdacht“.
Wie viele Leute kümmern sich eigentlich darum, dass sich die Narren in STRINKS wohl fühlen?
Inklusive Elferrat, großer und kleiner Funkengarde samt deren fünf Trainern sind das schon mal mehr als 50 Personen. Hinzu kommen unzählige Muttis und Vatis sowie freiwillige Helfer, die uns zum Beispiel bei der Ausstattung der Programmteilnehmer und Fahrzeuge bis hin zum Aufbau des Zeltes unterstützen. Und das komplett ehrenamtlich! Reich wird bei uns nämlich niemand.
Gilt das auch für den Faschingsumzug, zu dem ja seit Jahren immer wieder Tausende von Gästen ins Städtchen kommen, um den Höhepunkt der Faschingszeit zu feiern?
Ja selbstverständlich, und beim Umzug sind weitere 50 ehrenamtliche Helfer für den SCC aktiv.
Nun lassen Sie sich doch nicht jedes Wort aus der Faschingsmütze ziehen!
Bis jetzt steht fest, dass der Umzug am Sonntag vor Rosenmontag, also am 19. Februar 2012, stattfindet. Die unmittelbare Akquise geht aber erst nach Weihnachten richtig los. Zumindest mit dem Rathaus sind alle erforderlichen Absprachen erfolgt, die Unterstützung von dort ist super.
Für den Umzug selbst erwarten wir unsere Stammgäste aus Vereinen der Nachbarschaft, vor allem aus dem Raum in Richtung Oschatz, Dahlen, Riesa sowie Südbrandenburg. Und dann sind wir natürlich ständig auf der Suche nach Helfern für das Event.
Warum feiern die Strehlaer eigentlich Karneval?
Wir wollen einfach Spaß haben. Die einen treiben Sport, andere gehen angeln oder spielen Golf. Und wir feiern halt Fasching und sind im Carnevals Club.
Gespräch: Thomas Riemer

 

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