Neuer Besitzer für Gröditzer Konsum

Neuer Besitzer für Gröditzer Konsum

Ein Unternehmen aus Holland hat die Immobilie erworben und will dort offenbar wieder Verkaufsmöglichkeiten schaffen.

 

Von Thomas Riemer

 

Schön sieht es nicht aus rund um den ehemaligen Verkaufsmarkt im Gröditzer Musikerviertel. Am Gebäude der früheren Konsum-Kaufhalle hat der Zahn der Zeit genagt. Und auch das Areal rundherum macht alles andere als einen gepflegten Eindruck. Dem Gröditzer Rathaus wiederum sind die Hände gebunden. Denn das Objekt gehört nicht der Stadt, sondern befindet sich in Privathand.

 

Zumindest daran wird sich auch nichts ändern. Allerdings ist ein wenig Hoffnung in Sicht. „“Ja, das Grundstück wurde inzwischen von einem holländischen Unternehmen erworben“, sagt Kerstin Köhler, die Amtsleiterin für Bau und Finanzen in der Stadtverwaltung. Damit bestätigt sie die Gerüchte, die in den letzten Wochen unter den Anwohnern diskutiert wurden.

 

Was künftig in den Räumlichkeiten passiert, entzieht sich allerdings offenbar bis jetzt der Kenntnis der Stadtväter. Denn bislang habe es nach Auskunft von Kerstin Köhler lediglich Gespräche über die Sicherung des Grundstücks sowie Maßnahmen im Außenbereich gegeben. Dazu gehören die Gewährleistung des Winterdienstes durch die neuen Betreiber sowie Maßnahmen zur Müllvermeidung und sichere Fußwege. Klar scheint, dass die Holländer im Falle einer Neunutzung des Gebäudes in den Bereich von Lager und/oder Verkauf gehen werden. Für eine anderweitige Nutzung nämlich müssten sie bei der Stadt eine Änderung beantragen, was bislang nicht passiert sei, so Kerstin Köhler. Damit tritt sie Gerüchten aus dem Umfeld entgegen, die von einem Umbau zum Gastronomiegewerbe oder ähnlichem sprechen.

 

In welchem Zeitraum eine eventuelle Neueröffnung als Einkaufsmarkt stattfinden kann, ist ebenso derzeit völlig unbekannt. Im Rathaus ist man trotzdem froh, dass etwas passieren soll und das Gebäude nicht endgültig zur Ruine verfällt. Der Einfluss auf das Geschehen indes hält sich für die Behörden in Grenzen, da es sich um kein städtisches, sondern ein Privatgrundstück handelt.

 

(erschienen in der Sächsischen Zeitung Riesa am 16. September 2011)

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