Rekordsumme für neuen Kräutergarten am Schacht
Der Rabatz im Stadtpark spülte 1432 Euro in die Kasse. Das Geld reicht wahrscheinlich sogar für neue Bänke im Außenbereich des Kinderhauses.
 
Von Thomas Riemer
 
Der 5-jährige Lenny findet’s einfach nur „krass“. Rita Mißbach kommentiert es mit einem unübersehbaren Staunen und stammelt ein „unglaublich“ in die Runde. Und die Initiatoren des „Rabatz im Stadtpark“ sind zu recht stolz und reden von „fantastisch“. Denn am Freitag konnten „die Rabatz’ler“, wie sie sich nennen, sagenhafte 1432 Euro an den Verein „Kinderwelt“ in Großenhain übergeben. Das ist genau jene Summe, die am 25. März bei der traditionellen Familienveranstaltung im Stadtpark zusammenkam und jetzt im Kinderhaus „Am Schacht“ vorranging für die Schaffung eines Kräutergartens verwendet wird. „Da können wir endlich ganz viel Petersilie, Schnittlauch und anderes anbauen“, freut sich Leiterin Rita Mißbach. Der Kräutergarten ensteht direkt auf dem Grundstück der Einrichtung, gleich neben dem großen Spielplatz.
 
Der „Rabatz im Stadtpark“ ging in diesem Jahr in die sechste Runde. Für viele Familien ist es die erste größere Veranstaltung nach dem Winter und damit inzwischen ein fester Termin im Kalender. Vier Privatpersonen – Dagmar Ressel, Kerstin Schnee, Manuela Schönert und Hubertus Marx – hatten die Idee dafür. Traditionell geht der Erlös jedes Jahr an einen guten Zweck – und da fiel die Wahl diesmal auf das Kinderhaus „Am Schacht“. Dass jedoch so viel Geld zusammenkommt, „damit haben wir überhaupt nicht gerechnet – einfach sensationell“, sagt Dagmar Ressel. In den Jahren zuvor war schon jeweils eine große Summe zusammen gekommen. Die 1000-Euro-Grenze wurde jedoch zum ersten Mal überboten. Und das deutlich. „Großenhain tut gut“ – das Motto der Rabatzler auf den gelben T-Shirts ist längst zur mehrdeutigen Marke geworden. Auch die Erzieherinnen der Einrichtung selbst, die mit zahlreichen Eltern bei der Organisation des Rabatzes Hand anlegten, kommen aus dem Staunen nicht heraus. Wahrscheinlich reicht das Geld sogar, um über den Kräutergarten hinaus noch ein paar Anschaffungen für den Außenbereich umsetzen zu können. „Vielleicht kaufen wir noch ein paar Bänke“, kündigt Rita Mißbach an.
 
Mit dem Anlegen des Kräutergartens ging es schon am Sonnabend los. Da hatte die Kita zum Frühjahrs-Arbeitseinsatz gerufen. In den nächsten Wochen wird der bisherige Bewuchs weitgehend beseitigt, kommen Pflanzsteine auf das Beet. Der Ertrag des Gartens kommt der Kita unmittelbar zu gute: Künftig können Erzieherinnen und Kinder zum Beispiel selbst auswählen, welche Kräuter in den Quark zur Vesperstunde kommen.
 
(Sächsische Zeitung Großenhain, 23. April 2012)

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