Rastplätze für Elbe-Röder-Dreieck

Erster Rastplatz des Elbe-Röder-Dreiecks ist fertig
In Spansberg gibt es jetzt einen touristischen Halt für Fuß- und Radwanderer. Neun weitere in der Region sollen folgen. Der Bau wird gefördert.
 
Von Thomas Riemer
 
Ungewöhnlich großer Bahnhof herrschte am Freitag zur besten Vormittagszeit auf dem Spielplatz an der Mühle im Nauwalder Ortsteil Spansberg in Richtung Tiefenau. Dort wurde der erste Rastplatz für Wanderer im Einzugsgebiet des Elbe-Röder-Dreiecks seiner Bestimmung übergeben. Und zwar mit einem zünftigen Frühstück auf der neuen Sitzgruppe, an dem Vertreter der Baufirma Neumann aus Glaubitz, des Landratsamtes, des Gemeinderates Nauwalde sowie natürlich des Regionalmanagements/Verein Elbe-Röder-Dreieck e.V. teilnahmen. „Der Rastplatz gehört zum touristischen Wegenetzkonzept des Elbe-Röder-Dreiecks“, so Hannes Clauß, der sowohl beim Regionalmanagement Elbe-Röder als auch als Wülknitzer Bürgermeister eine wesentliche Aktie an der Idee hat. Insgesamt sollen einmal zehn derartiger Rastplätze in der Region entstehen, die mehr oder weniger alle nach dem gleichen Grundschema sowie mit einheitlicher Beschilderung versehen sind. Gelegen sind sie an den Hauptradrouten, die insbesondere durch die Arbeitsgruppe Tourismus des Elbe-Röder-Dreiecks ausgewiesen wurden. Seit kurzem übrigens auch auf einer entsprechenden Erlebnis-Wanderkarte, deren Erwerb Hannes Clauß ausdrücklich empfiehlt. Denn aus dieser Karte könne der Tourist auch letztlich für sich erschließen, wo der nächste jeweilige Rastplatz zu finden ist. Weitere Standorte, so viel verrät Clauß dann doch, sind zum Beispiel in Tiefenau, Koselitz, nahe der Glaubitzer Kirche sowie am Zabeltitzer Park vorgesehen. Sämtliche Rastplätze sollen innerhalb der nächsten vier bis sechs Wochen entstehen. Teilweise sind die Arbeiten zur Entstehung bereits in vollem Gange.
 
Die Planungen dafür inklusive der Ideenfindung brauchten rund zwei Jahre. Im April dieses Jahres konnte der Koordinierungskreis, der über die Förderwürdigkeit von Projekten innerhalb der „Integrierten Ländlichen Entwicklung“ (ILE) befindet, den Zuschlag für die Rastplätze verkünden.  Damit war die Bereitstellung von Fördergeldern für die Rastplätze am Elberadweg sowie an Floßkanal- und Röderradroute gesichert. Der „Rest“ der Finanzierung, rund ein Viertel der Gesamtkosten, wurde vom Verein Elbe-Röder-Dreieck e.V. erbracht. Auch das ging ohne große Probleme über die Bühne, weil zum Verein sämtliche Anliegergemeinden gehören. Genau darin sieht Hannes Clauß einen großen Vorteil des Elbe-Röder-Dreiecks: Durch die entstandenen Strukturen müsse nicht jede Gemeinde einen Extra-Beschluss fassen, um die Projekte zu bestätigen.
 
(erschienen in der Sächsischen Zeitung, Ausgabe Riesa, am 22. Oktober 2011)

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