Wer wird Bürgermeister in Zeithain?

 

Der Wahlkampf tobt
Zeithain sucht am 10. Juni einen Nachfolger für Bürgermeister Hannes Berger. Zwei Kandidaten sind bereits nominiert. Wahrscheinlich kommt noch mindestens einer dazu.
 
Von Thomas Riemer
 
Wer wird Nachfolger von Bürgermeister Hannes Berger (parteilos)? Am 10. Juni, spätestens zwei Wochen später wird bei der Wahl in Zeithain diese Frage beantwortet. Dann gibt der amtierende Chef aus Altersgründen den Posten auf.
 
Obwohl die offizielle Wahlbekanntmachung erst in der kommenden Woche erfolgt, tobt der Wahlkampf bereits seit einigen Wochen. Denn schon Mitte 2011 hat die CDU-Ortsgruppe die Weichen für ihren Kandidaten gestellt. Es ist Ralf Hänsel, 41, parteilos, zurzeit Leiter des Amtes für Kreisentwicklung im Meißner Landratsamt. Er wohnt in Ockrilla, will im Falle eines Wahlsieges aber über einen Umzug nach Zeithain nachdenken. Dass er nicht aus Zeithain stammt, sei für ihn kein Nachteil. Dadurch sehe er sich nicht auf einen einzelnen Ortsteil festgelegt, sondern auf die Belange der Gesamtgemeinde, sagte Hänsel gestern auf SZ-Anfrage. Deshalb setze er schon jetzt vor dem offiziellen Wahlkampf darauf, bei Veranstaltungen in den Ortsteilen aufzutreten. Zu Gast war er in den letzten Tagen unter anderem in Neudorf und Jacobstahl. Bei seiner Bewerbung will der 41-Jährige auf seine Erfahrungen in der Verwaltungsarbeit, seine Motivation und seine Jugend bauen. Bürgermeister in Zeithain zu sein, „das wäre für mich der Gipfel, was ich erreichen möchte“, so Hänsel. Er fühle sich außerdem „jung genug, um länger als eine Wahlperiode“ im Amt zu sein.
 
Auch die „Bürgerinteressengemeinschaft Gemeindegebiet Zeithain e.V.“ (BIG) hat ihren Anwärter bereits nominiert. Es ist Dieter Wamser aus Bobersen. Der Projektingenieur ist 59 Jahre alt und ebenfalls parteilos. Wamser unternimmt einen zweiten Anlauf auf den Bürgermeisterposten. Bei den Wahlen vor vier Jahren war er Amtsinhaber Berger zwar klar unterlegen, kam aber immerhin auf fast 38 Prozent der Stimmen.
 
In den vorläufigen Wahlaussagen unterscheiden sich die beiden designierten Anwärter nur geringfügig. Beide stellen die Entwicklung des Industrieparks Zeithain (ZIP) in den Mittelpunkt, wenn es um die Entwicklung der Gemeinde geht. Außerdem setzen sie auf eine starke Präsenz der Verwaltung in den elf Zeithainer Ortsteilen und die Entwicklung der Infrastruktur.
 
Im Zeithainer Rathaus wird davon ausgegangen, dass es nicht bei zwei Kandidaten bleibt. „Wir gehen mindestens von drei Bewerbern aus“, so Udo Geißler, Sachgebietsleiter in der Allgemeinen Verwaltung. Bis zum 14. Mai können die entsprechenden Unterlagen beim Gemeindewahlvorstand eingereicht werden.
 
(Sächsische Zeitung Riesa am 24. März 2012)

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